Mindert der neue Korea-Konflikt die Chancen Pyeongchangs?

Der nordkoreanische Angriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong vor zwei Wochen hat das Augenmerk der internationalen Öffentlichkeit wieder einmal auf Korea gelenkt. Uns interessiert an dieser Stelle vor allem, ob die Bewerbung Südkoreas um die Olympiade dadurch beeinträchtigt wird.

Denkbar sind zwei Szenarien:

  1. Südkorea wir für den internationalen Sport einfach ein zu heisses Pflaster und die bisher aussichtsreiche Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 geht dadurch den Bach runter. Diese Möglichkeit wird vor allem dann wahrscheinlich, wenn es Südkorea nicht gelingt, die kriegerischen Handlungen bis zur Entscheidung im Juni 2011 zur Einstellung zu bringen. Keiner erwartet, dass der Korea-Konflikt bis dahin gelöst wird, aber ein Waffengang kurz vor der Entscheidung könnte fatale Folgen für die Kandidatenstadt Pyeonchang haben.
  2. Der Korea-Konflikt könnte insbesondere den engsten Bündnispartner Südkoreas die USA aktivieren, um international ein Zeichen zu setzen, dass sich die Aggression auf einen Staat auch beim Sport nicht auszahlt. Die USA selbst könnte im IOC darauf drängen, Stimmen für Pyeongchangs Bewerbung zu sammeln. Der „Mitleideffekt“ könnte Südkoreas also sogar noch erhöhen.

Wir wissen es einfach nicht und harren gespannt der nächsten Monate, wie sich die Chancen der Kandidatenstädte für die Olympiade entwickeln.

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