Nach Münchens Scheitern – wie geht es weiter?

Die Niederlage Münchens bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018 war deutlich. Von 95 möglichen Stimmen erhielt die bayerische Landeshauptstadt lediglich 25, während Pyeongchang 63 Stimmen verzeichnen konnte. Vielleicht war es auch diese deutliche Niederlage, die dafür sorgte, dass München sich wohl nicht als Austragungsort für die Spiele 2022 bewerben wird. Doch Olympia in Deutschland bleibt weiterhin ein Thema und auch unsere schweizer Nachbarn denken über eine Bewerbung nach.

Noch ist es ein langer Weg bis zu den Olympischen Spielen in Südkorea. Doch während zurzeit der Fokus der Athleten auf London 2012 und Sochi 2014 liegt, wird bereits kräftig über die Vergabe der Spiele danach spekuliert. Die Sportler, die im Moment ihre Sportgeräte nutzen, um für die kommenden Aufgaben richtig in Form zu kommen, dürfte dies wenig interessieren, die zahlreichen Funktionäre hingegen umso mehr. Hinter den Kulissen versuchen sie unter Hochdruck, starke Bewerbungen aufzubauen.

Schweiz statt München

Dass München sich nicht für die Olympischen Spiele 2022 bewerben wird, hängt wohl auch mit der großen Konkurrenz zusammen. Vor allem der direkte Nachbar Schweiz drängt darauf, die Spiele in die Alpenrepublik zu holen. Davos und St. Moritz haben ihre Kräfte gebündelt und streben nun eine gemeinsame Bewerbung an. Da die Schweiz insgesamt fünf IOC-Mitglieder stellt und auch Sitz des Internationalen Olympischen Komitees ist, stehen die Chancen gut. Aber auch die USA, Norwegen, Neuseeland und einige weitere Staaten denken laut darüber nach, Olympia in ihr Land zu holen. Und es gibt ein weiteres Problem, denn bei den Sommerspielen 2020 werden die Athleten ihre Sportgeräte höchstwahrscheinlich in Europa nutzen. Madrid, Rom und Istanbul werden sich aller Voraussicht nach um diese Sommerspiele bewerben.

Sommerspiele in Deutschland

Doch dass das Thema Olympia für das Nationale Olympische Komitee Deutschlands immer noch aktuell ist, zeigen Äußerungen von Präsident Thomas Bach. Während eine weitere Bewerbung für Winterspiele vorerst jedoch wohl nicht infrage kommt, ist ein Versuch die Sommerolympiade nach Deutschland zu holen nicht ausgeschlossen. Ob dies zustande kommt, hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Eine Bewerbung für die Spiele 2020 wird strikt abgelehnt. Dies liegt vor allem daran, dass sie bereits im September diesen Jahres eingereicht werden müsste. Laut Bach ist allerdings die Vorbereitungszeit hierfür zu kurz, um eine konkurrenzfähige Kandidatur zu ermöglichen. Falls die Spiele 2020 jedoch nicht an einen Ort in Europa vergeben werden, könnte eine Bewerbung für die anschließende Olympiade eine Option sein. Hamburg und Berlin scheinen hierbei Favoriten für die deutsche Kandidatur zu sein. Nicht ausgeschlossen also, dass die Athleten 2024 in Deutschland ihre Sportschuhe schnüren und sich auf ihre Sportgeräte schwingen. Am wichtigsten ist doch die olympische Idee: Sporttreiben ist am schönsten in guter Gesellschaft.

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Ein Kommentar zu Nach Münchens Scheitern – wie geht es weiter?

  1. Max Heckel sagt:

    Ich kann diesen Artikel nicht ganz ernst nehmen. Für die WS ist die Konkurrenz zu stark, für die SS ist für 2024 alles geritzt, obwohl es sehr wahrscheinlich ist, dass 2020 bereits die Olympiade in Europa ist.
    Wenn Deutschland allen ernstes vor der Schweiz mit 5 IOC-Mitgliedern den Kopf einzieht, empfehle ich dem DOSB eine Bewerbung für das Jahr 4004 – da könnten dann alle schon mal durch sein und die Wahrscheinlichkeit auf einen Zuschlag nach über 2000 Jahren Olympia nicht in Deutschland ziemlich gross

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